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Frankenförde Der
Ortsteil Frankenförde verfügt seit 1996 über acht Wegesbezeichnungen. Die
Zülichendorfer Landstraße,
deren Name erhalten blieb, weist dem Reisenden die Richtung. Die
Straßen Am Königsgraben, Am Waldsee und Zum
Pfefferfließ deuten auf die natürlichen Gegebenheiten der Umgebung
hin. Der
Materialsammlung zu Frankenförde war zu entnehmen, dass dem Verlauf des
Pfefferfließes mit menschlicher Hand nachgeholfen wurde. Das Wiesengebiet
zwischen Frankenfelde und Frankenförde muss einst sehr nass gewesen sein.
Darauf weisen laut der Überlieferung nicht nur die vielen kleinen Tümpel,
sondern auch die Pflanzenwelt hin. „Das
Wasser der verschiedenen Gräben und Pfuhle sammelt sich in einem nach
Nordwesten durch die Saubucht fließenden Graben, der auf der Karte den
Namen „Pfefferfließ“ trägt. Betrachtet man die Karte und kennt sich
in der Gegend aus, so ist bald anzunehmen, dass der mit Pfefferfließ
bezeichnete Graben ein von Menschenhand gezogener Abflussgraben des alten
Sumpfgeländes ist, während der eigentliche und natürliche Lauf des Fließes
sich durch den Wildpark schlängelt, durch den auch heute noch ein Graben
fließt. Das Pfefferfließ bildet mehrere Kilometer die Grenze zwischen
den Feldmarken Frankenförde und Gottsdorf. Kurz nachdem es dem Weg nach
Gottsdorf halbwegs von Frankenförde unterflossen hat, wendet sich das
Fließ in sanftem Bogen nordwärts. Hier nimmt es vor Gottsdorf mehrere Gräben
von beiden Seite auf, unter denen der „Selter-Graben“ ist. Jetzt erhält
auch das Pfefferfließ seinen eigentlichen Charakter als Fließ, während
es bisher als Graben angesprochen werden musste.“ (Quelle: ohne Angabe,
eventuell Kulturspiegel 1958-59) Bis
1981 fanden jährlich zwei Waldseefeste statt. Im Juli und im September.
Zum Tag der Bodenreform wurde am Waldsee das Tanzbein geschwungen. Für
den Tierarzt der ZGE ISZ wurde ein Einfamilienhaus am See errichtet. Das
Haus wurde 1990 an den Tierarzt Dr. Maaß verkauft. In
der Aue
deutet auf den Dorfkern des Straßendorfes hin. Als großes Straßendorf
ist Frankenförde schon in der „Schulenburgschen Karte“ von 1778/86
verzeichnet. Ebenfalls erwähnt ist, dass ein Teil des Ortes den Namen
Buchwitz trägt. Geläufig
ist auch Buwitz. Der neue Straßenname Bukewitzer
Weg deutet darauf hin, dass Bukwitz und Frankenförde einmal eigenständige
Dörfer waren.
Nach einem Großbrand, hier unterscheiden sich die Zeitangaben, schlossen
sich die Orte zusammen. Ungenau wird von einem Großbrand nach dem Dreißigjährigen
Krieg berichtet. Genauer ist die Angabe eines Großfeuers im Jahr 1868. Es
vernichtete 14 Bauern-, vier Kossäten- und zwei Büdnergehöfte. Alle Brücken
die über den Graben in der Mitte des Dorfes führten, wurden durch das
Feuer vernichtet. Der Graben bildete vormals die Grenze zwischen den
Orten. Der
südliche Teil ist das Bukewitzer Ende, der nördliche Teil ist das
Frankenförder Ende. Der Separationsprozess Mitte des 19. Jahrhunderts
deutet ebenfalls auf die beiden Orte hin, denn es werden die Feldmark
Frankenförde und wüste Feldmark Buchewitz erwähnt. Auf
dem Spriezelberg fand Bauer Hagen, als er eine Viehtränke anlegen wollte,
einen aus früher Zeit stammenden Brunnen. Dort soll Bukewitz gewesen
sein. Die
Brücke, sie soll in der
Nähe der Kirche gewesen sein soll, war 1937 nicht mehr vorhanden,
wie Emil Koitz in der Chronik berichtete. In
den 60er-Jahren führte der Dorfgraben kein Wasser mehr. Laut Chronik war
das eine Auswirkung des südlich von Frankenförde, auf dem Schießplatzgelände
durch die LPG errichteten Weidekombinats. Der Dorfgraben wurde überflüssig
und im Zuge der 1969 durchgeführten Dorfgestaltung bis auf eine kleine
muldenartige Vertiefung aufgefüllt und Gras angesät. Doch teilweise
wurde der Graben neu ausgehoben oder auch tiefer gelegt. Diese Maßnahmen
galten der Entwässerung der Dorfstraße, falls einmal, wie schon 1940,
große Schmelzwassermassen vom Schießplatz ins Dorf laufen sollten. Für
die Bezeichnung Am Plan war
leider keine Erklärung zu finden. Hier muss man sich damit abfinden,
dass es schon immer hieß: Am Plan. Ähnlich
ist es mit dem Hackweg. Hier wäre
noch die Vermutung möglich, da der Weg früher zu den Feldern führte,
dass die Bezeichnung Hackweg von hacken, abhacken, zerhacken oder den
angebauten Hackfrüchten kommt. An
der Kerrheide
(Schreibweise unklar) ist die neue Bezeichnung für den erst in Zukunft zu
bebauenden Weg, am Ortseingang von Frankenförde. Der Name ist mündlich
überliefert und bezeichnet den Weg am Wald. In der Flurkarte war die
Bezeichnung Kerrheide ebenfalls nicht zu finden. |