| Chronik der Straßennamen |
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Gottow Zehn verschiedene Straßen
gibt es seit acht Jahren in Gottow. Vorher wohnten alle Gottower und
Moldenhüttener in der Dorfstraße. Das es da Probleme gab, wenn mal
jemand in Vertretung die Post austragen sollte, ist nachvollziehbar. Heute
lässt sich einiges über die schönen Straßennamen erzählen. Am
Dorfplatz,
schon am Namen ist es erkennbar, ist das Herz des Dorfes. Dort wird
sichtbar, dass es sich bei Gottow um ein Rundangerdorf handelt. Das
Kriegerdenkmal erinnert an die Gefallenen aus dem Ersten und Zweiten
Weltkrieg. Die
Bezeichnung Am Hammerfließ
erinnert an die Gründung der Königlich Preußischen Eisenhütte im Jahr
1753. Dort wurde das Raseneisenerz der Umgebung verarbeitet. Nach 1832
betrieb der Fabrikant Krause eine Neusilberfabrik. Damm
wurde schon vor der Straßennamenänderung Damm genannt. Denn früher war
es ein Knüppeldamm. Die
Dorfstraße befindet sich im
Ortskern und bezeichnet eine Seite des Angers. Der
Kiefernweg deutet kurz und
knapp auf die Natur hin. Viele Kiefern säumen diesen Weg. Der
Unterhammer wurde 1761 in
Betrieb genommen. Der Fabrikant Krause, der 1832 die Gottower Hüttenwerke
kaufte, wandelte den Unterhammer in eine Mahl- und Schneidemühle um.
Heute ist der Unterhammer ein beliebtes Ausflugsziel. Vorbei an einer
Fischzuchtanlage, gelangt man bequem mit dem Fahrrad zu einem Lokal mit
Kegelbahn. Zum Unterhammer ist
der Weg, auf dem man vom Dorf aus ebenfalls zur Fischzucht und zum Lokal
gelangt. Geschichtenumwoben
ist der Weg Zum Forsthaus. In
den sechziger Jahren wurden dort der Förster und seine Frau ermordet. Der
Sohn soll seine eigenen Eltern mit der Axt erschlagen haben. Noch heute
erzählt man sich im Dorf von dem Mörderhaus. Zum
Stammfeld
bezeichnet einen Weg der zu einem Acker führt. Seit jeher wurde er
Stammfeld genannt. Es ist ja möglich, dass sich in dem sandigen Boden
viele Stämme befanden, die von der Abholzung des Waldes einst übrig
geblieben sind. |