| Chronik der Straßennamen |
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Lynow,
Ortsteil der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, verfügt seit 1996 über sechs
Straßennamen. Die Hauptstraße wurde zur Baruther
Landstraße. Die Bezeichnung weist eindeutig auf die Richtung hin.
Genauso verhält es sich mit der Merzdorfer
Straße. Schon
im Jahre 1926, erwähnt im damaligen Heimatkalender, bedauerten die Leute
aus Lynow, das Verschwinden der Wassermühlen. Von Jahr zu Jahr werden es
weniger. Schon im Jahr 1221 soll es Mühlen bei Stülpe, Königsborn und
Gräfendorf gegeben haben. Begründet wurden die Mühlen durch die Zinnaer
Mönche. Mit Einführung der Dampfkraft wurden die Wassermühlen in Dampfmühlen
umgewandelt. So mussten auch die angrenzenden Fachwerkhäuser Steinklötzen
weichen. Um so glücklicher waren die Leute 1926, dass die „Horstmühle
mit ihrem Ständerwerk und Walmdach noch da steht, trotzdem längst das Mühlrad
aufgehört hat zu kreisen. Im Schutze der eigenartig langgestreckten Düne,
den langen Horst-Bergen mit ihren mächtigen Laubbäumen, die
kilometerweit das Baruther Haupttal durchziehen, hat sich hier ein Stück
Poesie erhalten, dass nicht nur den Wanderer erfreut, sondern auch dem
Besitzer immer wieder Freude bereiten wird; denn sie ist selten geworden,
die Ausdrucksform des deutschen Hauses.“ In
der Tagenszeitung „Märkische Volksstimme“ vom 29. Juli 1971 ist
vermerkt: „Horstmühle erfreut sich Beliebtheit; Lynow. Immer größerer
Beliebtheit erfreut sich der Wanderstützpunkt Horstmühle der Sektion
Touristik und Wandern der TSV. So wurden im 1. Halbjahr 1971 194
Übernachtungen genutzt. Am vergangenen Wochenende erholten sich allein 42
Sportfreunde im Heim. Der älteste war 78 und die jüngsten 10 Jahre. Der
Stützpunkt bei Lynow liegt 22 km von der Kreisstadt entfernt in einem
wunderbaren Naturschutzgebiet. In
der Märkischen Volksstimme vom 8. Dezember 1972 war zu lesen: „Horstmühle
wurde gern aufgesucht; Lynow. Die Sektion Touristik und Wandern der TSV
Luckenwalde hatte Horstmühle in einen Wanderstützpunkt ausgebaut.
Seitdem wird er von vielen Wanderlustigen gern aufgesucht. Allein vom 30.
Januar bis 19. November 1972 wurden 380 Besucher registriert. Davon waren
69 Tagesgäste, 311 nächtigten dort. Unter den Gästen
waren 100 Mitglieder. Seit dem Bestehen sind 743 Übernachtungen verbucht,
zu denen 9 Schulgruppen aus Jänickendorf, Stülpe und Luckenwalde zählen.“ Der
Golmweg weist auf die natürliche
Gegebenheit des 178 Meter hohen Berges hin. Der Golm ist die höchste
Erhebung in der Gemeinde. Die langjährige militärische Nutzung des
Gebietes führte dazu, dass das Gelände erst wieder touristisch
erschlossen werden muss. Die
Oscar-Barnack-Straße ist nach
dem wahrscheinlich berühmtesten Kind des Ortes Lynow benannt. Barnack, am
1. November 1879 in Lynow geboren, erfand zu Beginn des 20. Jahrhunderts
die Kleinbildkamera und den dazugehörigen 24 x 36 Millimeter
Kleinbildfilm. Schlusslicht
ist die Bezeichnung Siedlung. Sie
deutet wahrscheinlich auf die Anordnung der Einfamilienhäuser hin. Die
Siedlung ähnelt in ihrer Form einem Anger und befindet sich am Ende des
Dorfes. |