Chronik der Straßennamen

 

Einst lag der Ort am Wasser

Stülpe

Stülpe ist einer der größeren Orte in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. So hat Stülpe jetzt zehn Straßennamen. Manche Namen wurden übernommen, manche wurden neu vergeben.

An den Eichen ist beispielsweise eine neue Bezeichnung. Diese Straße wird von hohen alten Eichen umsäumt.

Der Name Kastanienweg ist ebenfalls neu. Auf diesem Weg gelangen die Kinder jeden Morgen in die Schule. In der Schule befindet sich auch eine Bibliothek.

An den Seewiesen erzählt von längst vergangenen Zeiten. Im Jahr 1225 ist noch von einem fischreichen See die Rede. Mit der Zeit verlandete jedoch dieser und übrig blieben nur noch feuchte und teils moorastige Wiesen.

Die Baruther Straße, Ließener Straße, Merzdorfer Weg und Schönefelder Chaussee weisen durch ihre Bezeichnung den Weg. An der zuletzt genannten Straße liegt das Schloss von Stülpe. Seit der Restaurierung nach dem Brand in den 90er-Jahren steht es leer.

In der Ließener Straße befindet sich die erst kürzlich frisch restaurierte barocke Kirche.

Volksmündlich wurde das Ende der Ließener Straße, hinter dem Friedhof,  Wurach genannt. Wurach kam von wurachen und bedeutete übermäßig schwer arbeiten. An diesem Ende des Dorfes hatten die Siedler schwere Arbeits- und Lebensbedingungen. Es waren offenbar überwiegend Ackerbauern die dort lebten.

Die Sandstraße soll früher einmal „Auf dem Sande“ geheißen haben. Eine Fließbrücke trennte den Sande von dem eigentlichen Dorf. So beschieb es jedenfalls Otto Gantzer. Er war Lehrer in Stülpe und kam 1860 in den Ort.

Zum Mittelsteig soll eine volksmündliche Bezeichnung sein. Auf diesem alten Weg gelangte man zum Golm.

Zu guter Letzt ist noch der Wiesenweg übrig. Die Bezeichnung hat ohne Zweifel etwas mit der Nutzung des Landes rechts und links des Weges zu tun.