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Kurzbeschreibungen von Ortsteilen der Gemeinde Nuthe-Urstromtal an der Flaeming-Skate

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Gottow Holbeck Jänickendorf Lynow Stülpe
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Gottow  

Im Jahr 1170 wird Gottow, Ortsteil der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, erstmalig erwähnt. Als westslawische Siedlung ist der Ort im Besitz des Bischofs von Brandenburg und  liegt genau am Hammerfließ, der damaligen Grenze der Herrschaftsbereiche des Klosters Leitzkau im östlichen  und des Klosters Zinna im westlichen Teil. Als  „hammer zcur Gottow“ wurde der Ort 1421 urkundlich erwähnt. Um Gottow erheben sich der Hammerberg mit eine Höhe von 73 Metern, die Dümder Berge mit 70,1 Metern Höhe und der Mühlenberg 66,3 Metern. Der beliebte Gottower See hat eine Fläche von 65.000 Quadratmetern. Angrenzend an den Badesee schließt sich ein Waldlehrpfad an. 

Schon die Namen der Berge deuten auf die Geschichte des Ortes hin. Im Jahre 1170 befand sich das Dorf im Besitz des Bischofs von Brandenburg. Zum Teil gehörte Gottow schon vor 1553 dem Kurfürsten zu Brandenburg. Danach gehörte ihm der Ort gänzlich.  Die günstige Lage am „Hammerfließ“ führte dazu, dass 1753 die Königlich Preußische Eisenhütte gegründet wurde, die das in der Umgebung zu findende Raseneisenerz verarbeitete. 1761 wurde 1,8 km flussabwärts der Unterhammer in  Betrieb genommen. Im Jahr 1775 arbeitete nahe beim Ort eine Pechhütte, 1818 wurde der Oberhammer in einen Kupferhammer umgewandelt. Der Fabrikant Krause kaufte 1832 die Gottower Hüttenwerke. Er richtete eine Neusilberfabrik ein und wandelte den Unterhammer in eine Mahl- und Schneidmühle um. 

Die frühe Industrieansiedlung führte zu einer anderen Dorfstruktur, als sie in landwirtschaftliche geprägten Ortsteilen zu finden ist.

Die seit 1988 am Hammerfließ ansässige „Forellenanlage Unterhammer“ bietet täglich Forelle, Lachsforelle, Aal, Karpfen, Stör, Wels oder im Sommer den Saibling frisch und geräuchert zum Verkauf an. Geräuchert wird auf traditionelle Art und Weise mit Erlenholzrauch. Geöffnet ist von Montag bis Freitag 10-12 Uhr und 13-16 Uhr, sowie Samstags von 10-12 Uhr und Sonntag von 10-11 Uhr.

Eine der größten Kriegsgräberstätten befindet sich auf dem Friedhof der Ortschaft.

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Holbeck

Der Ort Holbeck wurde 1446 erstmalig als dorff goldebecke urkundlich erwähnt. Inmitten von Laubwäldern und Kiefernforsten liegt der Holbecker See. Noch heute ist der etwa 85.000 Quadratmeter große See ein wahres Anglerparadies. Früher aber war der Fischfang eine wichtige Einnahmequelle.  Zur Zeit derer von Rochow wurde Nutzholz aus den Rochowschen Forsten, vor allem Eichenholz, nach Berlin und Potsdam verkauft.  Auf Flößerstrecken wurde das Holz an den Zielort geleitet. Heute erinnern mit viel Fantasie nur noch die Namen an die einstige Einnahmequelle. So  könnte beispielsweise der Flottergraben einmal Flößergraben geheißen haben.

Während noch 1891 von einem Forsthaus gesprochen wird, nennt man dieses 1905 Herrschaftlich von Rochowsche Försterei Holbeck.

Rund um Holbeck gibt es einige Erhebungen. So der Eichberg mit 106,4 Metern, die Mordberge mit 77,6 Metern und die Schlangenberge mit 69 Metern.

Teile des ehemaligen Truppenübungsplatzes „Heidehof“ südwestlich des Ortes,  sollen über das Radwanderwegessystem touristisch erschlossen werden.

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Jänickendorf

Erstmalig schriftlich erwähnt wurde Jänickendorf 1285 als Jinkendorf. Rund um das Dorf gibt es die 99,6 Meter hohe Erhebung Hohendorf. Die Schulischen Berge haben eine Höhe von 85,5 Metern. Die Jänickendorfer Kirche in der Ortsmitte ist ein geputzter Klinkerbau, der 1830 errichtet wurde. Von einem Vorläufer berichten alte Schriften aber bereits 1571. Heute wird die Jänickendorfer Kirche auch für  Ausstellungen genutzt.

In der Nähe von Jänickendorf kreuzten sich früher die Kreiskleinbahn und die Normalspurbahn. An beide Strecken war der Ort angeschlossen. Die Kleinbahnstrecke wurde inzwischen demontiert. 1996 legte die Bundesbahn auch die Normalspurstrecke still. Noch heute überqueren die alten Schienen im Ort die Fahrbahnen.

In den Wäldern um den Ort gab es früher mehrere Teeröfen und Köhlereien. Bis zum Jahr 1285 gehörte das Dorf derer von Rochow, danach bis 1553 dem Kloster Zinna. Bis 1872 verblieb Jänickendorf im Amt Zinna. Zwei Kilometer südlich befand sich ein 22 Meter tiefer Brunnen für die durchreisenden Fuhrwerke, genannt „Karls Pumpe“.

Heute ist für den Ort die Landwirtschaft kennzeichnend.

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Lynow

Erstmals wurde Lynow, Ortsteil der Gemeinde Nuthe-Urstromtal 1444 als „lynaw“ erwähnt. Um den Ort erhebt sich der Schützenberg mit 87 Meter Höhe und die Birkberge mit 74 Metern Höhe. Vom Ort führt der Golmweg zum gleichnamigen 178 Meter hohen Berg, an dessen Fuß eine Quelle entspringt. Dieses Areal muss nach langjährigem Status als militärisches Sperrgebiet dem Tourismus jedoch neu erschlossen werden. Die Bewohner ernährten sich früher überwiegend vom Wald. Die „Horstmühle“, früher als Schneidemühle im Betrieb ist als stattlicher Fachwerkbau in reizvoller Umgebung zu bewundern.

Oscar Barnack, dem Erfinder der Kleinbildkamera „Leica“ sowie des dazu gehörigen 24 x 36 mm Kleinbildfilms, zu Ehren wurde 1995 ein Museum gegründet. Barnack  wurde 1879 in Lynow geboren.

In Lynow gibt es keine Kirche aber ein durchaus sehenswertes Feuerwehrhaus.


 
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Stülpe

Als Stülpe im Jahr 1221 als cum stagnis Stolp ertsmals erwähnt wurde, lag der Ort noch an einem fischreichen See, den es heute nicht mehr gibt. Im Jahr 1342 spricht man von einem festen Haus im Dorf, aber 1411 spricht man von einem Schloss. Nach einem Brand 1999 wurde das Gebäude restauriert. Inmitten eines reizvollen kleinen Parks ist das Stülper Schloss nur von außen zu bewundern.  Die barocke Kirche wurde 1562 als evangelische Kirche  erbaut. Auf dem Golm stand zu diesem Zeitpunkt eine Ablasskapelle oder auch Wallfahrtskapelle genannt, deren Abriss das Material für die jetzige Kirche lieferte. Neueste Entdeckungen (Herbst 2001) im Innern der Kirche deuten ebenfalls darauf hin, denn dort wurden bei den Sanierungsarbeiten Steine frei gelegt, die mit Zeichen und Kritzeln versehen waren. So wird angenommen, dass es sich dabei um Steine der alten Kapelle handelt.

Die aufwendige Sanierung der letzten Jahre lässt die Kirche heute in neuem Schein erstrahlen. Und auch die Wetterfahne dreht sich wieder.

Heute ist Stülpe ein Schulstandort der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Fritz Gantzer, bekannter Lehrer und Schriftsteller, lebte und wirkte um 1909 in dem Ort am Fuße des Golms.

Der Golm hat eine Höhe von 178 Metern und ist die größte Erhebung in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Neben ihm tritt der Galgenberg bei Stülpe mit 63 Metern wahrhaftig in den Hintergrund. Die Gegend um den Golm waren früher militärisches Sperrgebiet. Auch heute ist das Gelände nur auf dafür vorgesehenen Wegen zu betreten.


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letzte Änderung: 04.05.2009

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