__ Routenvorschläge mit Streckenbeschreiben

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Route 1


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Länge: ca. 20 Kilometer

Rundkurs Luckenwalde – Jänickendorf – Holbeck – Stülpe – Dümde – Schönefeld -  Gottow – Schöneweide – Scharfenbrück – Woltersdorf – Luckenwalde
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Als Ausgangspunkt für diese Radtour wurde als zentraler Punkt der Marktturm in Luckenwalde gewählt. Von dort aus kann man leicht den innerstädtischen Radweg erreichen. Vor dem Marktturm stehend suchen Sie bitte, aber nur mit den Augen, das Gebäude der Polizeiwache. Dort angelangt biegen Sie rechts auf die "Salzufler Alle" bzw. auf den die Straße begleitenden Radweg. Und los geht es durch das Neubaugebiet bis in ein Wohngebiet aus den 20er- Jahren. Fahren Sie an der Ampelkreuzung geradeaus in die "Jänickendorfer Straße" (Hinweis: Die "Salzulfer Allee" geht übergangslos in die "Jänickendorfer Straße") über. Dann endet der Radweg, doch nach wenigen Metern auf der Straße beginnt rechter Hand die Flaeming-Skate. Dieser folgen Sie vorbei am Wasserwerk bis nach Jänickendorf. In Jänickendorf  folgen Sie der "Luckenwalder Straße" die dann nahtlos in die "Alte Hauptstraße" übergeht.

Jänickendorf: Die im Ortskern in Jänickendorf befindliche Kirche, ein geputzter Klinkerbau, wurde 1830 errichtet. Von einem Vorläufer berichten alte Schriften aber    bereits 1751.

Folgen Sie der Straße bis zum Ortsausgang in Richtung Holbeck. 

Am Ortsausgang von Jänickendorf angekommen haben Sie nun die Wahl. Entweder Sie fahren auf dem Rad- und Skaterweg entlang der Landesstraße weiter nach Holbeck (Hauptroute) oder, um die Strecke ein wenig abzukürzen, biegen Sie kurz hinter Jänickendorf nach links und folgen dem dortigen Rad- und Skaterweg in Richtung Gottow (siehe Beschreibung Alternativroute 1). Auch wenn Sie dem vorbezeichnetem Weg folgen haben Sie die Möglichkeit wieder auf die Hauptroute zu stoßen (siehe Beschreibung Alternativroute 2).

Wenn Sie von Jänickendorf weiter der Hauptroute folgen möchten, geht es nun parallel zur Landesstraße nach Holbeck. Von der schattenspendenden "Eichenallee" in Holbeck bereits in Empfang genommen, fahren Sie diese entlang bis zum Ortsausgang. Bei einem kurzen Stop an der Radlereiche kann man sich die sagenumwobene Geschichte dieses kleinen Ortes bewusst machen.

Holbeck: Holbeck ist ein kleiner inmitten von Laubwäldern und Kiefernhorsten gelegener Ort. Der direkt am Ortsausgang gelegene See ist ein bekanntes Angelparadies.

Verlässt man Holbeck in Richtung Stülpe befindet sich rechter Hand der Golmberg. Dessen Höhe von 178 Metern man an dieser Stelle erahnen kann.

Am Ortsausgang von Holbeck haben Sie auch nun wieder die Möglichkeit zwei verschiedene Routen zu wählen. Sie können auf direktem Wege nach Stülpe gelangen in dem Sie der Hauptroute folgen oder Sie folgen am Ortsausgang von Holbeck dem Rad- und Skaterweg und rechter Hand in den "Seeweg" einbiegen (siehe Alternativroute 3 ). Die Alternativroute 3 führt Sie entlang des Holbecker Sees, vorbei an den Mordbergen nach Stülpe. Auch wenn Sie die Alternativroute wählen haben Sie die Möglichkeiten in Stülpe wieder auf die Hauptroute zu gelangen

Mordberge: Die Mordberge haben eine Höhe von 73 m. Auch wenn kein Weg  und keine Straße auf die Sage hinweist, so soll doch an dieser Stelle an den Ablasshändler Tetzel und den Raubritter Hake, der Tetzel bei den Mordbergen bei Holbeck überfiel, erinnert werden.
Der Sage nach beauftragte Erzbischof Albrecht von Magdeburg den Mönch Tetzel Ablassbriefe zu verkaufen, um mit den Einnahmen die eigenen und die Staatsschulden zu decken. Mit dem Kauf wurden dem Besitzer Straflosigkeit und Sündenvergebung zugesichert. Tetzel ging so weit, dass er sogar Ablassbriefe für zukünftige Taten verkaufte. Ritter Hake und sein Helfer Herr von Ihlo kauften sich im Voraus den Ablass für einen Überfall. Dass sie den Ablasskasten stehlen wollten, daran dachte Tetzel nicht.
Der Raub des gefüllten Geldkästchens ereignete sich in einer Novembernacht des Jahres 1516. Lachend zeigten die Räuber dem Mönch, den von ihm ausgestellten Ablassbrief. Die Knechte der Ritter brachten den großen, jedoch leeren Geldkasten zur Nikolaikirche in Jüterbog, wo er heute noch steht.
Der Sage nach soll der Schauplatz des Überfalls etwa einen Kilometer südlich von der Austrittstelle des Grabens, aus dem Holbecker See, gelegen haben. Dort erheben sich die Sandberge, früher Goldbeckische Berge genannt. Ein Knecht verlor bei dem Überfall sein Leben, daher stammt der schauerliche Name Mordberge für diese Dünen.

Wählt man den direkten Weg nach Stülpe (Hauptroute) so fährt man am Ortsausgang auf dem Radweg in Richtung Stülpe. In Stülpe angekommen fahren Sie geradeaus auf der "Sandstraße".

Stülpe: In Stülpe lohnt sich der Besuch des Schlosses mit Schlosspark und der Kirche. Während 1342 nur von einem festen Haus im Dorf gesprochen wird, heißt es ab 1411 Schloss. Dieses nach einem Brand im Jahr 1999 restaurierte Gebäude liegt inmitten eines kleinen, aber dendrologisch reizvollen Parks.

Die im Jahr 1562 erbaute barocke Kirche wurde erst im Herbst 2002 nach aufwendigen Sanierungsarbeiten wieder eingeweiht.

Um zu der barocken Kirche in Stülpe zu gelangen fahren Sie auf der "Sandstraße" und dann auf der "Baruther Straße" geradeaus (Hinweis: Die "Sandstraße" geht nahtlos in die "Baruther Straße" über.) An der Kreuzung "Baruther Straße"/"Ließener Straße" angekommen sehen Sie zur Rechten die Kirche stehen.

Alternativroute: Wer an den Mordbergen, sie haben eine Höhe von 73 Metern, vorbei fahren möchte, muss am Ortsausgang von Holbeck der Flaeming-Skate folgen und den Seeweg einschlagen. Auch dann ist wie gehabt das nächste Ziel Stülpe. Allerdings muss man in Stülpe angekommen, nach links in die Ließener Straße einbiegen und vorbei an der barocken Kirche, an der Kreuzung wiederum links abbiegen, um ein paar Meter weiter die Bahnstraße in Richtung Dümde /Schönefeld zu befahren.

Und weiter geht es auf einem Radweg in Richtung Stülpe. Wenn es die Zeit erlaubt, sollte man sich einen Blick auf das Stülper Schloss sowie die barocke Kirche, die erst im Herbst 2002 nach aufwendigen Sanierungsarbeiten wieder eingeweiht wurde, gönnen.

In der Ortslage Stülpe muss der Radfahrer auf die Landesstraße L73, genannt Sandstraße, wechseln. Dann trifft man auf eine Kreuzung, an der ein Schild nach links den Weg in Richtung Dümde / Schönefeld weist. Den sollte man einschlagen. Landschaftlich wunderbar gelegen, gelangt man in den kleinen Orte Dümde.

In einiger Entfernung sieht man rechts schon Schönefeld, den Geburtsort des Studentenführers der 68er-Revolution – Rudi Dutschke. Im Ort fährt man an der ersten Kreuzung nach links in Richtung Gottow. Auffällig ist an dieser Straßenkreuzung der Spiegel. Und so gleich kann man auf einem Radweg die Tour fortsetzen. Gleich hinter Schönefeld überquert man die Eisenbahnschienen. Seit fast zehn Jahren fährt hier kein Zug mehr lang.

Hat man den schönen Hochwald hinter sich gelassen und ist in  Gottow angelangt, fährt man bis zur Mitte des Ortes und biegt nach rechts in die Dorfstraße ein. Nun erkennt man besonders gut, dass Gottow einst ein Angerdorf war.

Doch ziemlich schnell verlässt man das frühere Industriedorf wieder und radelt auf dem Radweg durch einen dichten Wald bis nach Schöneweide. Sehenswert ist die Barockkirche aus dem Jahr 1753. Von Schöneweide aus geht es auf der Straße weiter nach Scharfenbrück. Nachdem man die schönen Felder und Wälder passiert hat, gelangt man in den 600 Jahre alten Ort.

Scharfenbrück: Vermutlich wurde Scharfenbrück von den Zisterzienser-Mönchen des Kloster Zinna gegründet. Sie legten einen Eisenhammer an und begründeten damit die Geschichte des kleinen Dorfes. Hans Windhoff  wurde nach 1920 Gutsherr in Scharfenbrück. Er besaß in Berlin die Windhoffschen Motorenwerke. Vermutlich verstarb er noch vor 1945. Die Witwe zog nach Kriegsende in den Westen Deutschlands. In der Chronik des Ortes wird von einem Sohn berichtet. Das frühere Gut und spätere Schloss ist in den letzten Kriegstagen zerstört worden. Nach 1945 wurde es endgültig abgerissen. Die damaligen Schlossherren legten einst einen großen Park mit seltenen Gehölzen und Pflanzen an. Nach 1945 entwickelte sich der Park immer mehr zum zentralen Platz im Ort. Seit langer Zeit  finden alle Feierlichkeiten im Park statt.
Der Kummersdorfer Weg bezeichnet einen Weg, der früher wirklich einmal direkt bis nach Kummersdorf führte. Heute liegt das Flugplatzgelände dazwischen.  In wilhelminischen Zeiten und später, während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich dort der Artillerieschießplatz. Wernher von Braun führte in der Heeresversuchsanstalt seine ersten Studien und Versuche durch, bevor er dann nach Peenemünde ging um an der Vergeltungswaffe zu arbeiten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges soll das sowjetische Militär das Gelände zum größten Militärflugplatz auf dem Gebiet der DDR ausgebaut haben, erzählt man sich. Offiziell ist der Flugplatz seit dem Abzug der Sowjets geschlossen. Das Gelände befindet sich im Besitz des Landes Brandenburg.

Von Scharfenbrück aus fährt man auf dem Radweg bis nach Luckenwalde. In Woltersdorf sollte man einen Blick auf die 1911 eingeweihte Kirche werfen, die des Abends immer angestrahlt wird und ein regelrechter Blickfang ist.

In der Kreisstadt Luckenwalde muss man auf die Straße wechseln, und immer auf der Hauptstraße bleiben, um zum Ausgangspunkt, dem Markt zu gelangen.

Alternativrouten  

Alternativroute 1

Zum Beispiel könnte man, um die Route ein wenig abzukürzen, bereits hinter Jänickendorf, nach links, den Rad- und Skateweg weiter verfolgend abbiegen. Mitten durch den Wald, vorbei an einer alten Eisenbahnbrücke der einstigen Kleinbahn gelangt über mehr oder minder schwer zu erklimmende Hügel nach Gottow an den See. Lässt man den See rechts liegen, gelangt man auf die Hauptstraße. Links entlang und man kommt zum Ausgangspunkt Luckenwalde zurück.

Alternativroute 2

Biegt man hinter Jänickendorf vor Beginn des Waldes links ab und folgt der Fläming –Skate, gelangt man an eine Schutzhütte. Einige Meter dahinter führt ein Weg nach rechts durch ein Naturschutzgebiet. Wenn der Weg endet, hat man die Wahl: Rechts oder Links. Wählt man rechts, erreicht man Holbeck. Wählt man links, die Strecke zurück zum Ausgangspunkt ist länger, erreicht man, immer links haltend, Dümde, dann Schönefeld und dann weiter wie Route 1.

Alternativroute 3

Man kann die Route abkürzen und Gottow aus gleich nach Luckenwalde weiter fahren. Wem bei heißen Temperaturen nach einem erfrischenden Bad zumute ist, der kann in Gottow in den See springen, bevor es auf dem Radweg weiter geht. Dabei kommt man am Abzweig nach Unterhammer vorbei. Etwa zwei Kilometer sind es bis zu dem geschichtsträchtigen Ort der Raseneisenerzgewinnung und der heutigen Forellenzuchtanlage. In jeder Jahreszeit ist ein Ausflug dorthin ein Erlebnis. Zurück auf der Straße nach Luckenwalde, neigt sich diese große Route langsam dem Ende.

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Routenbeschreibung in pdf

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Gaststätten und Pensionen
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letzte Änderung: 22.04.2005