__ Routenvorschläge mit Streckenbeschreiben

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Route 2
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Länge: ca. 28 Kilometer

Luckenwalde - Frankenfelde - Gottsdorf -  Frankenförde - Felgentreu -  Zülichendorf - Nettgendorf - Dobbrikow - Hennickendorf - Märtensmühle - Liebätz -  Ruhlsdorf - Luckenwalde  

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Wo auch immer man bei dieser Tour den Treffpunkt festlegt, man muss den Frankenfelder Berg erklimmen. Auf dem Gipfel angekommen verlässt man auch schon bald die Kreisstadt Luckenwalde auf einem Radweg und gelangt nach Frankenfelde. Die Hauptstraße biegt scharf nach links ab, doch die glatte Straße ignorierend biegt man nach rechts ab. Am Ende der Straße geht es nach rechts auf einen Feldweg, den man jedoch außer Acht lassen sollte, weil man links auf einer gut befestigten Waldstraße nach Gottsdorf gelangt. (Alternativroute 1) Im Ortsteil der Gemeinde Nuthe-Urstromtal angekommen bietet sich dem Geschichts- und Technikinteressierten Besucher so einiges. Da wäre die Obermühle am Pfefferfließ, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Heute ist die Mühle ein technisches Denkmal in der seit fast 100 Jahren die Müller-Familie Röthel die Mahlsteine mahlen lässt. Auf der Straße "Am Röthpfuhl" verlässt man Gottsdorf. Teilweise parallel zur gut zu fahrenden Straße fließt das Pfefferfließ. Nachdem am Ende der Straße das Industriegebiet passiert wurde, muss man die "Zülichendorfer Landstraße" überqueren, um in den hübsch gestalteten Dorfkern von Frankenförde und zur Feldsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert zu gelangen. (Alternativroute 2)

An der nun folgenden Kreuzung biegt man nach rechts ab und fährt durch einsame Wälder nach Felgentreu. In Felgentreu verfolgt man die Hauptstraße. Am Ortsausgang beginnt der Radweg, auf dem fahrend, man Felgentreu in Richtung Zülichendorf verlässt. Felgentreu wurde im III. Reich vollständig evakuiert, weil südlich des Dorfes der Schießplatz angelegt wurde. Nach 1945 siedelten Flüchtlinge in dem verlassenen Ort. Und so wurde Felgentreu zu neuem Leben verholfen.

Aber weiter auf dem Radweg nach Zülichendorf. Zu beiden Seiten erstrecken sich Wiesen und Felder. In Zülichendorf angekommen, überquert man die Hauptstraße und fährt vorbei an der Schule (rechts) durch einen hohen Wald und auf einem neuen Radweg in Richtung Nettgendorf und weiter auf einem befestigten Weg in Richtung Dobbrikow.

Über sanfte Hügel fahrend, kommt man in das Naherholungsgebiet Dobbrikow. Und schon von der Straße aus kann man linker Hand das Wasser des Bauernsees durch die Bäume schimmern sehen und vielleicht sogar die Petrijünger, wie sie auf Anglerglück hoffen. Vorbei an der schönen alten Dorfkirche biegt man nach rechts in die Hauptstraße ein und fährt entlang der Allee bis in den nächsten Ort, nach Hennickendorf.

Hennickendorf: 40 Jahre lang war Militär in Hennickendorf stationiert. Erst war es 30 Jahre die Nationale Volksarmee der DDR und nach der politischen Wende war es die Bundeswehr. Die letzten Truppen zogen im Frühjahr 2002 ab. Die einstige Kaserne ist heute der Standort des  "Pegasus Park".

Im Ort folgt sogleich eine scharfe Rechtskurve der "Luckenwalder Chaussee" (Alternativroute 3) , der man aber nicht folgen sollte. Es geht geradeaus in die "Hennickendorfer Hauptstraße", das heißt durch den Ortskern, vorbei an der Kirche und an dem großen Findling, bis sich rechter Seite zwei  Wege abzeichnen, die beide nach Märtensmühle führen (Alternativroute 4). „Zur Kaserne“ ist eine befestigte Asphaltstraße. Der Forstweg, ein paar Meter nördlich gelegen, ist ein fester Waldweg. Bei beiden Wegen kommt man in Märtensmühle an derselben Stelle heraus.

In Märtensmühle, dem einstigen Dorf der Holzfäller, Fischer und Räuber  orientieren wir uns wiederum an der Hauptstraße, der Lindenallee. (Alternativroute 5) Nach rechts auf die Hauptstraße abbiegend gelangen wir auf einem nagelneuen Radweg nach Liebätz. Wer Zeit hat für einen kleinen Abstecher in den Ortskern, der wird mit einer schön anzuschauenden Kirche, mitten im Herz des kleinen Ortes belohnt

Liebätz: Es ist die dritte Kirche, die in dem kleinen Ort Liebätz gebaut wurde. 
Das erste Gotteshaus wurde 1598 errichtet und von den Schweden im Dreißigjährigen Krieg nieder gebrannt. Nach diesem Krieg kam die Armut. Die Menschen aber wollten ihre Kirche wieder aufbauen und gingen sammeln, so erzählt man. Bald konnte die zweite Kirche errichtet werden. Der Bau war ziemlich einfach, so dass das Gebäude schon nach 200 Jahren baufällig war und nicht mehr genutzt werden konnte. Im Jahr 1855 wurde die jetzige Kirche, ein neogotischer Backsteinbau, in der Mitte des Dorfes errichtet. Neunzig Jahre später, während der  Kampfhandlungen in den letzten Kriegstagen, brannte die Kirche innen aus und die Glocke zerschmolz.

Üblicherweise hat eine Kirche zwei Glocken. Auch in Liebätz war das der Fall. Die erste Glocke musste aber schon für den Ersten Weltkrieg geopfert werden, so dass sich 1945 nur diese eine Glocke in der Kirche befand. 
Anfang der Fünfziger Jahre wurde die Kirche wieder aufgebaut und eine Gutsglocke aufgehängt, die der Metallgießer Pantke aus Luckenwalde retten konnte. Aber ein Glockensachverständiger meinte, die Gutsglocke habe in naher Zukunft ausgedient und gehen wahrscheinlich kaputt. So wurde eine nicht gebrauchte Glocke aus Schöneweide und die neue Glocke, mit der Aufschrift „Wachet und betet!“,  in den Glockenturm der Liebätzer Kirche gehängt. 

Noch bis vor drei Jahren waren von außen die zugemauerten Artillerieeinschüsse des letzten Krieges deutlich zu erkennen. Für die Restaurierungsarbeiten wurden extra Steine angefertigt, denn die Steine der Kirche haben das so genannte Reichsformat, dass heute nicht mehr verwendet wird. Vor zwei Jahren bekam das Gotteshaus ein neues Dach. Im Frühjahr 2002 wurde die Kirche innen noch von Malern verschönert, so dass am 14. April 2002 die neue Glocke gebührend in Empfang genommen werden konnte.

Hat man Liebätz verlassen, fährt man im Schatten der an die Straße grenzenden Wälder bis Ruhlsdorf und dann auf dem Radweg bis nach Luckenwalde, dem Ausgangspunkt der Tour, wo man, vorausgesetzt man verlässt den Pfad nicht vorher, auf die große Ampelkreuzung gelangt. Dort angekommen hat man die Wahl nach links, zum Markt abzubiegen oder nach rechts, um zum Frankenfelder Berg zu gelangen. 

Alternativrouten:

Alternativroute 1

In Gottsdorf  angekommen, geht es auf einem eher unebenen Sandweg und durch den Wald, über den Pekenberg nach Nettgendorf. Dort angekommen, kann man die geplante Route weiter verfolgen. Das heißt in Nettgendorf biegt man nach rechts auf die Hauptstraße ab und gelangt über sanfte Hügel ins Naherholungsgebiet Dobbrikow.

Alternativroute 2

Von Frankenförde aus, gelangt man aber auch nach Zülichendorf, wenn man die Zülichendorfer Landstraße nach rechts entlang fährt. Dann lässt man aber Felgetreu aus.

Alternativroute 3

In Hennickendorf, an besagter scharfer Rechtskurve angekommen, kann man die Kurve auch nehmen, fährt den Berg hinauf und gelangt nach Berkenbrück .Hat man die kleinen Hügel in Berkenbrück erklommen und den Ort durchquert, dann ist man auch bald in der Kreisstadt. Die Hauptstraße entlang und an der ersten Gabelung in Luckenwalde rechts haltend, gelangt man zum Ausgangspunkt, dem Frankenfelder Berg.

Alternativroute 4

Aber es gibt noch zwei weitere Alternativen. Hat man in Hennickendorf den Abzweig nach Märtensmühle gefunden, dann geht zuerst rechts ein Weg ab, der vorbei am Friedhof und einem verlandeten Teich nach Berkenbrück führt, genannt Berkenbrücker Straße. Dann weiter wie bei Alternativroute 3.

Alternativroute 5
In  Märtensmühle kann man von der Hauptstraße in die Straße „Zum Rauhen Luch“ einbiegen und vorbei am Friedhof auf einem schönen Waldweg bis nach Ruhlsdorf radeln. In Ruhlsdorf angekommen hält man sich an die Ortsdurchfahrt, die „Trebbiner Chaussee“, um wieder nach Luckenwalde zu gelangen.
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Routenbeschreibung in pdf
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Gaststätten und Pensionen
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letzte Änderung: 22.04.2005