
Zuflucht finden Großstadtgeplagte in Jänickendorf
Besonders die Großstädter finden hier, wonach sie lange suchen müssen, nämlich fast unberührte Natur und Ruhe. In der Mitte des langgestreckten Dorfes präsentieren sich Kirche und Gefallenengedenkstein.
Die Kirche des Ortes wurde 1830 als rechteckiger Putzbau errichtet. 1285 wird der Ort als Jinkendorff bezeichnet. Bereits da ist er Zinnaer Klosterbesitz. Sein Waldreichtum war die Basis für die Existenz mehrerer Teeröfen und der Luckenwalder Pechhütte in seiner Gemarkung. Im gesamten 17. Jahrhundert war der Ort ein Dorf der Gärtner.
Danach überwog wieder die bäuerliche Landwirtschaft, obgleich 1858 nach 144 Morgen Gartenland bearbeitet wurden. Die Schreibung des Ortsnamens änderte sich oft. 1307 steht „Gentkendorff“, 1419 „Jenikendorff“ und „Penikendorff“, 1459 „Jevekendorf“, 1474 „Jengendorff“, 1480 „Jenikendorf“, 1562 „Jenickendorf“, 1753 „Janickendorf“ und 1861 erstmals „Jänickendorf“.
In der Museums-Scheune des Heimat- und Geschichtsvereins Nuthe-Urstromtal e.V. können Sie in das ländliche Leben der letzten 200 Jahre eintauchen. Großer Beliebtheit erfreuen sich die regelmäßigen Backveranstaltungen zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten sowie Vorträge zu historischen Themen.
Der ehemalige Bahnhof, an dem seit 1996 aufgrund der Streckenstilllegung keine Züge mehr halten, befindet sich seit 2014 in Privatbesitz. Einmal im Jahr werden die Türen für eine Kunstausstellung geöffnet.