
Liebätz mit beeindruckendem Zeugnis der Neogotik
Der Ortsname taucht im Laufe der Geschichte in mannigfaltiger Schreibweise auf. 1285, als es Klosterbesitz der Zisterzienser wurde, wird es als Lubetz bezeichnet. Es lag an dem See Lubetza, der unmittelbar an der Grenze des Landes Jüterbog auf brandenburgischem Gebiet lag.
Davor hieß der Ort wohl Lubiz und Luebetz (1226), um 1435 ist von Lubetza (Ort) und lubecz (See) die Rede. 1534 ist Lubetzk beurkundet und über Lübetz (1735) wurde 1775 Liebätz. Für das gleiche Jahr ist jedoch auch Libetz dokumentiert.
Wie das ganze Dorf ist auch die Kirche, die erst 1598 neu erbaut worden war, im Dreißigjährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Der jetzige Kirchenbau ist ein neugotischer Backsteinbau von 1855.
Der See ist durch Nutheregulierung und andere Meliorationsmaßnahmen verschwunden.
Mit etwas mehr als 70 Einwohnern ist das unter Denkmalschutz stehende Rundlingsdorf der kleinste Ortsteil der Gemeinde. Jedes Jahr am Samstag des ersten Adventswochenendes laden die Liebätzer zum beliebten Adventsmarkt rund um die Kirche ein.